Infrastruktur-Leasing finanziert immobilienähnliche Objekte mit entsprechend langer Abschreibungsdauer. Dazu zählen beispielsweise Windkraft-, Solarenergieanlagen oder Wärme- und Biokraftwerke.
Infrastruktur Leasing wird als Finance Lease, Operate Lease oder Miete angeboten.

Finance Lease
Am Ende der Laufzeit des Leasingvertrags erfolgt entweder ein automatischer Eigentumsübergang oder der Leasingnehmer ist verpflichtet, das Leasingobjekt zu erwerben. Während der Laufzeit werden alle Kosten in Zusammenhang mit dem Leasingobjekt vom Leasingnehmer getragen; dieser ist auch für die Instandhaltung des Objekts verantwortlich. Die Leasingrate ist an einen bestimmten Zinsindikator wie den EURIBOR oder LIBOR gebunden.
Operate Lease
Am Ende der Laufzeit des Leasingvertrags erfolgt kein automatischer Eigentumsübergang; der Leasingnehmer ist nicht verpflichtet, das Objekt zu erwerben. Während der Laufzeit werden alle Kosten in Zusammenhang mit dem Leasingobjekt vom Leasingnehmer getragen; dieser ist auch für die Instandhaltung des Objekts verantwortlich. Die Leasingrate ist an einen bestimmten Zinsindikator wie den EURIBOR oder LIBOR gebunden.
Miete
Bei diesem Modell steht der Nutzungsgedanke stärker im Vordergrund als in der Variante Finance Lease. Am Ende der Laufzeit des Mietvertrags erfolgt kein automatischer Eigentumsübergang; der Leasingnehmer ist nicht verpflichtet, das Objekt zu erwerben. Zusätzlich zu den Finanzierungsrisiken werden noch Objektrisiken und -kosten vom Leasinggeber übernommen. Der Mieter kommt neben der Miete für die Betriebskosten auf. Das Mietentgelt kann entweder an einen Zinsindikator wie den EURIBOR oder LIBOR oder an einen Verbraucherpreisindikator gebunden werden.